Dr. Ulrich Leinhos-Heinke

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Portrait-Fotos von SchülerInnen?

Update dieser Seite: 2016-05-05a

Zunächst einmal gilt: Portraitfotos (auch die von Lehrkräften!) stellen grundsätzlich und ohne Ausnahme personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzrechtes dar und unterliegen damit einem besonderen Schutz.

Die Verwendung von Portraitfotos kann zwar als "nützlich und sinnvoll" beurteilt werden, sie ist aber, im Gegensatz zur Erhebung anderer Daten von Schülerinnen und Schülern, dienstlich "nicht notwendig" und daher nicht von vorneherein durch das Schulrecht legitimiert.

Eine über dienstliche Notwendigkeiten hinausgehende Erhebung von Daten von Schülerinnen und Schülern, wie sie hier vorliegt, bedarf in jedem Fall der ausdrücklichen Zustimmung der Schulleitung. Dies gilt in besonderem Maße für sensible Daten, wie sie Portraitfotos von Schülerinnen und Schülern darstellen.

Das Anfertigen (oder Einsammeln) und Zusammenstellen solcher Fotos darf außerdem grundsätzlich nur freiwillig und mit ausdrücklicher Zustimmung der Schülerinnen und Schüler, bei Minderjährigen mit ausdrücklicher Zustimmung der Sorgeberechtigten erfolgen.

Sollte diese Zustimmung nicht gegeben werden, darf den Schülerinnen und Schülern hieraus kein Nachteil erwachsen. Die Zustimmung kann außerdem jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. Die Schülerinnen und Schüler müssen hierüber ausdrücklich unterrichtet werden (Rechtsbelehrung).

Nach einem erfolgten Widerruf müssen die entsprechenden Fotodateien dann sofort gelöscht werden.

(Dies alles gilt übrigens analog für alle anderen zusätzlich erhobenen personenbezogenen Daten von Schülerinnen und Schülern, z.B. E-Mail-Listen!)

Die Schülerinnen und Schüler bzw. deren Sorgeberechtigte sowie die Schulleitung müssen nach dem Landes-Datenschutzgesetz (LDSG) außerdem grundsätzlich vor der Datenerhebung (also vor dem Erstellen oder Sammeln der Fotodateien) darüber schriftlich informiert werden,

  • welche Fotodateien oder anderen zusätzlichen personenbezogenen Daten-Dateien erstellt und gesammelt werden (Klassen, Kurse, Lerngruppen),
  • wie und wofür diese Dateien genau und ausschließlich verwendet werden,
  • wie, wo und wie lange diese Dateien gespeichert werden,
  • wie diese Dateien nach Ablauf der Speicherungszeit zuverlässig gelöscht werden,
  • auf welche Weise ein unbefugter Zugriff auf diese Dateien im Sinne des Datenschutzrechtes verhindert werden soll (z. B. Verschlüsselung der Dateien, Verhinderung des Zugangs zu den Datenträgern durch Wegschließen).

(Bei dieser Gelegenheit ist auch daran zu erinnern, dass das Übermitteln personenbezogener Daten wie Namens- oder Notenlisten, Portraits usw. in unverschlüsselten E-Mails in keinem Fall erlaubt ist.)

Die oben genannten Hinweise sollten nicht als "bürokratischer Unsinn" verstanden, sondern im eigenen Interesse der Lehrkäfte ernst genommen werden  – auch Lehrkräfte erwarten den sorgfältigen Umgang mit ihren Daten.

(Eine Verletzung datenschutzrechtlicher Regelungen könnte außerdem für Lehrkräfte dienst-, im schlimmsten Fall sogar strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.)


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